Donnerstag, 12. Dezember 2013

Das Kolosseum in Rom



Die markante Ruine des Amphitheaters ist zum Wahrzeichen Roms geworden und wird in symbolhaft abgekürzter Darstellung meist als Symbol für die ganze Stadt aufgefasst.


Die Arena

Das Kolosseum ist ellipsenförmig gebaut. Seine Breite beträgt 156 Meter, die Länge 188 Meter, der Umfang 527 Meter, die Höhe 48 Meter. Auch der Boden der Arena war elliptisch, mit einer Breite von 54 Metern und einer Länge von 86 Metern. Die runde Form sollte verhindern, dass Gladiatoren, zum Tode Verurteilte oder gejagte Tiere in einer Ecke Schutz suchen konnten. Zudem erlaubte die Ellipse den Zuschauern, näher am Geschehen zu sein als in einer kreisförmigen Arena.



Als Arena war das Kolosseum über 400 Jahre lang in Betrieb, unterbrochen nur in den Jahren von 217 bis 238, als es nach einem durch Blitzschlag verursachten Brand renoviert werden musste.
Es war bereits im Altertum ein großer Favorit für die Sieben Weltwunder der Antike. Es ist ein Amphitheater, das 79 n. Chr. fertig gestellt wurde und war in der Antike der größte geschlossene Bau, der von den Römern errichtet wurde. Wenn heute über das Kolosseum gesprochen wird, ist das Thema in der Regel nicht die besondere Architektur und raffinierte Technik, sondern die Wagenrennen, Gladiatorenkämpfe und andere grausame Schauspiele bei denen  Menschen und Tiere getötet wurden. Es ist daher auch zu einem Synonym für das römische Leitbild der Politik "Brot und Spiele" geworden. Bis zu 900.000 Menschen sollen dort den Tod gefunden haben, von der Unzahl an Tieren ganz zu schweigen.




Das Kolosseum bot Platz für 50.000 Zuschauer und die Sitzordnung war nach Ansehen und Stand aufgeteilt. Eine Meisterleistung stellte die ausgefeilte Bühnentechnik dar. Das Kolosseum hatte einen doppelten Boden mit Falltüren und Aufzügen aus denen Bühnenbilder und das Auftreten von Tiere und Menschen wie aus dem Nichts gezaubert wurden. Zur Eröffnung des Kolosseums ist eine Seeschlacht aufgeführt worden, in welcher der Boden der Arena mit Wasser geflutet war. Der ursprüngliche Namen war Amphitheatrum Flavium und es wurde später nicht wegen seiner Größe Kolosseum genannt, sondern Aufgrund einer sehr großen Statue des Kaiser Nero, die neben der Arena stand. 



Mit der Chritianisierung des römischen Volkes wurden die blutigen Kämpfe abgelehnt und um 520 ist das letzte große Schauspiel im Kolosseum aufgeführt worden. Durch Erdbeben im 9. und 14 Jahrhundert wurde das Kolosseum so stark beschädigt, das eine Nutzung für Aufführungen ausgeschlossen war. Das Kolosseum war der Vorläufer für die modernen Sportarenen, wie sie heute noch für beliebte Sportarten gebaut werden.
Wenn man durch die Gänge geht und das Kolosseum betrachtet und tief in die Stille hört, dann kann man noch immer etwas von dieser alten Welt spühren und erahnen, welche Schicksale sich hier erfüllten.
Als Wing Tsun Kampfkünstler denkt man natürlich auch an Szenen aus einen der Bruce Lee Filme.

Das Kolosseum - ein beeindruckendes Stück Geschichte der römischen Kultur, einem der Grundpfeiler auch des modernen Westens.


Samstag, 14. September 2013

WTU AMA - Auf den Spuren der Nordmänner



Haithabu


Wohl kaum ein Ort in Europa präsentiert die Wikingerkultur so wie das Wikinger Museum Haithabu vor den Toren Schleswigs. 



Haithabu  - Der Handelsort der Wikinger 

Einige WinkingerHäuser wurden nach den Orginalbefunden der archäologischen Ausgrabungen rekonstruiert und ausgestattet. 


Zu ihnen gelangt man über einen Weg, der über  den Halbkreiswall führt, der früher die gesammte Siedlung zum Lande hin umgab und auch zu den nahe gelegenen Runensteinen für die im Kampf um Haithabu gefallenen Krieger.



Der Glaubenswechsel in Haithabu

An keinem anderen Ort im Lande wird die Christianisierung so deutlich sichtbar wie in Haithabu. Archäologische Zeugnisse der alten Götterwelt und der Chritianisierung sind ein spannendes Thema.



Die über 1000 Jahre alten Runensteine aus Haithabu sind Informationen aus erster Hand, welche von realen Menschen zur Wikingerzeit verfasst wurden. Und manch einer wird sich vielleicht wundern, wie viele Informationen in den wenigen Zeichen verborgen liegen, denn das Wort "Rune" ist nicht umsonst mit dem Begriff "raunen" verwandt.



 Weitere Bilder und Informationen gibt es unter diesem Link in einem Album auf Facebook https://www.facebook.com/media/set/?set=a.560682877332485.1073741827.197140513686725&type=3



Mittwoch, 24. Juli 2013

WTU AMA - Auf den Spuren der Thraker



Im Rahmen des WTU Sommercamps in Burgas - Bulgarien besuchten wir eine kleine Ausstellung, deren Thema u. a. auch die Thraker waren. 


Die Thraker waren die frühesten Bewohner des heutigen Bulgarien. Informationen über die Thraker erhalten wir heute aus den Ausgrabungen von Tumuli oder den Grabhügeln, die man verstreut über ganz Bulgarien findet. Dies waren die Orte, an denen die Mitglieder des thrakischen Adels begraben wurden.

Die Thraker  waren ein Volk in Zentral- und Südosteruropa und ihre Sprache war thrakisch. In der Griechischen Mythologie war Thrak ein Sohn von Gott Ares, oder manchmal auch der Name für Gott Ares selbst.

Die Griechen beschreiben dieses Volk als raubeinige Haudegen. „Er trinkt wie ein Thraker“ war ein beliebter Spruch bei den Griechen. So galt den Griechen neben Ares auch Dyonisos, der Gott des Weines als Thraker. Singen und Tanzen, Lyrik und Kämpfen galten als Domänen der Thraker.


Sie wurden als Meister der Metallverarbeitung geschildert und galten als vernarrt in Waffen und Pferde und Streitwagen. Wegen ihres reichen Goldschmucks sollen sie auf dem Schlachtfeld gestrahlt haben wie die Sonne.

Herodot schrieb über die Thraker: „Das thrakische Volk ist nach dem indischen das größte der Erde. Wäre es einig und hätte einen Befehlshaber, so wäre es unbesiegbar und das bei weitem mächtigste Volk dieser Welt, aber es wird  nie so sein.



Homer erzählt uns, dass Helden einiger der über 90 Stämme der Thraker im Trojanischen Krieg für die belagerte Stadt kämpften. Sie seien so tapfer gewesen, dass der Kriegsgott Ares selbst in ihrem Land wohnte. Da war das geheimnisvolle, verschollene Reitervolk aus dem heutigen Bulgarien, eines der größten und ältesten indoeuropäischen Völker, aber schon über 5.000 Jahre alt und hatte sich weit über Südosteuropa und Kleinasien ausgebreitet. Es verschwand im zweiten Jahrhundert unser Zeitrechnung.



Die Thraker schufen um die Gestalt des berühmten Sängers Orpheus, des Sohnes der jungfräulichen großen Muttergöttin, der seiner geliebten Eurydike in die Unterwelt folgt, eine Religion der Wiedergeburt. Ein berühmter weltlicher Thraker war Spartakus, römischer Sklave und Gladiator, der den größten Sklavenaufstand der alten Welt anzettelte und damit die Weltmacht Rom in ihren Grundfesten erzittern ließ. Eine frühe Verheißung der Freiheit aller Menschen, auch der geknechteten!


 













Samstag, 25. Mai 2013

AMA - WTU Arts and Martial Arts in Sizilien



Die WTU besuchte bei ihrem Sizilien Aufenthalt im Mai 2013 auch das „Tal der Tempel“ („Valle Dei Templi“) bei Agrigent (zur Zeit der Alten Griechen Akragas). Dort findet man antike Bauten der Alten Griechen aus dem 6. bis 4. Jhd. vor Chr. Die gesamte Anlage erstreckt sich über 2,2 x 1,6 km. Die Größe und Macht der antiken Stadt wird einem aber erst bewusst, wenn man ihren Überresten gegenübersteht. 
Aufgrund der Lage und Größe war sie zu der damaligen Zeit eine der wichtigsten Städte der Alten Griechen auf Sizilien. Die Stadt Akragas wurde auf einem Hochplateau aus Kalkstein nahe der Südwestküste errichtet. Dieses Hochplateau fällt nach drei Seiten steil ab und bot daher eine gute Verteidigungsmöglichkeit für die Stadt. 

Dioskurentempel

Auch Johann Wolfgang von Goethe besuchte diese Stätten und schilderte seine Eindrücke in seinem Werk „Italienische Reise“.


 Telamon

Sogenannte Telamone waren 8m hohe Figuren von Giganten, die an der Außenwand in Nischen aufgestellt waren und die Last des Gebälks trugen. Sie hatten die Züge der im Krieg unterlegenen Karthager, die für die überlegenen Griechen Sklavenarbeit verrichten mussten. Darauf spielte auch die Darstellung des Kampfs der olympischen Götter gegen die Giganten im Giebelfeld des Ostgiebels an.


 Heraklestempel

Der Heraklestempel ist der älteste Tempel an der südlichen Stadtmauer und stammt noch aus der archaischen Zeit zu Beginn des 5. Jhd. v. Chr. Die Widmung dieses Tempels an Herakles ist durch Cicero bezeugt. Er berichtete damals auch noch von einer riesigen Bronzestatue des Herakles im Inneren des Tempels.


 Concordiatempel

Dieser ca. 440 bis 430 v. Chr. errichtete Concordiatempel zählt neben dem Theseidon in Athen und dem Poseidontempel in Paestum zu den besterhaltenen Tempeln der griechischen Antike. Seine Benennung erfolgte aufgrund einer in der Nähe gefundenen römischen Inschrift.